Warum wir bloggen.

Veröffentlicht am Sonntag, 9. April 2017 | Noch keine Kommentare

Bloggen ist ja groß in Mode. Jeder, der was auf sich hält und meint, etwas zu sagen, aber vor allem was zu zeigen zu haben, tut es heutzutage. Es gibt Mode-Blogger, Food-Blogger, Reise-Blogger, Promi-Blogger und Katzenbilder-Blogs sind sowieso der „Burner“. Das Leben ist bunt und das Internet macht´s möglich, dass jeder seine Interessen und Hobbies öffentlich und höchst medial ausleben kann.

Warum also haben wir diesen Blog ins Leben gerufen? Wollen wir hier über die Bildungsmisere lästern? Über den Mathelehrermangel? Über die Pisa-Studie philosophieren und darüber, dass die Groß- und Kleinschreibung in Zeiten von WhatsApp den Kampf um die Sinnhaftigkeit der Rechtschreibung verloren hat?

Könnten wir. Wollen wir aber nicht. Jedenfalls nicht in erster Linie. Wir wollen einfach ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Darüber, was die Eltern, aber vor allem die Schüler bewegt. Ihre Ängste, ihre Hoffnungen, ihre Erfolge, ihren Spaß. Denn den haben sie selbst dann, wenn sie noch pauken, wenn andere schon chillen. Jedenfalls bei uns.

Aber auch wir Nachhilfelehrer haben Spaß. Jede Menge sogar. Es macht Freude zu sehen, wie sich Leistungen verbessern, wie  sich Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen einstellen und aus teilweise wirklich schlechten Schülern richtig gute werden, die ihren Weg gehen werden.

Ihren Weg. Denn auch das ist uns wichtig – dass wir nicht oktroyieren, nicht indoktrinieren, sondern zum eigenen Denken anregen, sodass jeder sich zu einer eigenen, freien Persönlichkeit entwickeln kann. Oder um es mit Goethe (ja, dem aus dem lustigen Film) zu sagen:

Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen;
So wie Gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben,
Sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren.
Denn der eine hat die, die anderen andere Gaben;
Jeder braucht sie, und jeder ist doch nur auf eigene Weise
Gut und glücklich.

(aus Hermann und Dorothea)

In diesem Sinne wünschen wir allen viel Spaß beim Lesen und vielleicht auch die ein oder andere Anregung.

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